Spannung pur! Haus Schneider junior im Haxenclub-Test

Könige vom Pompe Jupp e. V. durften dem kulinarischen Zeremoniell beiwohnen

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Freitag. 1. April, ein historischer Tag für Troisdorf - na ja, wenigstens für die obere Kölner Straße dieses Sieglarer Stadtteils: Der Haxenclub von 2004 im Haus Schneider Junior. Seit sieben Jahren haben sich die Mannen rund um den amtierenden Präsidenten Stephan Kitz einem kulinarischen Zeremoniell besonderer Art verschrieben. Sie besuchen Kneipen und Restaurants, um immer ein und dasselbe Gericht zu testen: Haxe. im Anschluss wird dann ein detaillierter Fragebogen ausgefüllt, der zu elf Einzelpunkten (Geschmack, Beilagen, Aussehen ...) die Vergabe einer Punktbewertung von 3 (alles supi!) bis 0 (Vorsichtig ausgedrückt: verbesserungsfähig) ermöglicht. Alle Einzelkritierien dieses Fragebogens addieren sich im Idealfall zu einer Maximalpunktzahl von 33 Zählern.

Die Könige vom Pompe Jupp e. V. sind bei diesen Test-Essen durch ihren Präsidenten Stephan Offermanns ohnehin ständig präsent. Präsi Offermanns ist Mitglied des Haxen-Clubs. Wie alle trägt er die obligatorische Lederhose sowie ein Trachtenhemd und ein mit dem Vereinslogo sowie dem Namen besticktes Schlabberlätzchen. Aber dieses Mal waren die Könige aus Sieglar mit größerer Mannstärke von der Partie: Ralf Meurer, Roland Gäntgen und Carsten Seim nahmen als Gäste mit vollem Stimmrecht an diesem denkwürdigen Haxentest teil. 

Gemampft, getan? Nun ja, nicht ganz. Die Haxen waren so opulent, dass es nicht jedem gelang, alles zu essen. Auch wenn man auf die schmackhaften Beilagen verzichtete, um sich ganz der Fleischeslust hinzugeben. Der Chef des Hauses, Thomas Schneider, hatte wirklich ausgesuchte Stücke kredenzt – aus der Eifel, an der Grenze zu Belgien, wie es hieß. Außen knusprig, innen aromatisch und auf den Punkt durchgebacken. Adam, Senior-Präsident des Haxenclubs und Metzgermeister vom alten Schlage, hatte nach den ersten Bissen bereits die Höchstbewertung ins Auge gefasst. Doch so leicht wollten es die Tester dem Hause Schneider junior nicht machen.

Auf Initiative des Haxen-Präsidenten Stephan Kitz legte man einen Verdauuungs-Spaziergang in die benachbarte Gaststätte zur EWG ein. In Tracht und mit Schlabberlatz erregte der Haxenclub einiges Aufsehen in diesem griechischen Lokal, das mit seinen Rippchen übrigens auch beachtliche kulinarische Highlights zu bieten hat. Nach der Haxe im Haus Schneider junior wäre dies an diesem Abend aber eine theoretische Diskussion gewesen.

Spontan gab der Haxenclub dem Wirt unter Leitung des Schlagertext-festen Könige-Präsidenten Stephan Offermanns ein Ständchen: Passenderweise war es Griechischer Wein von Udo Jürgens. "Ich hatte Zeit, und mir war kalt, drum trat ich ein ... Da saßen Männer mit braunen Augen ..."

Die Freude kannte jedenfalls keine Grenzen, als der Wirt der EWG-Kneipe dieses Stück auch noch im Original aus den Lautsprechern im Lokal erschallen ließ. Maler Hennes aus Mondorf, natürlich verdientes Haxenclub-Mitglied, legte dazu in Lederhose einen Sirtaki hin! Ein Beitrag zur deutsch-griechischen Völkerverständigung und ein Beispiel für gelungene Integration!

Nach dieser Auflockerung rief erneut die Haxen-Pflicht. Zurück ins Haus Schneider junior, Fragebögen ausgefüllt. Mit Spannung warteten alle Anwesenden auf das Ergebnis. Und dann war die Sensation perfekt: Gesamturteil nach dem kulinarischen Zeremoniell, an dem auch die Könige vom Pompe Jupp e. V. teilnehmen durften: 32 von 33 möglichen Punkten! Das ist die beste in der siebenjährigen Geschichte des Haxenclubs vergebene Bewertung.

Die anschließende präsidiale Laudatio des Präsidenten Stephan Kitz war entsprechend ausführlich. Ohne dass dem Autor Details erinnerlich sind, war doch der Extrakt aus rund 30 Minuten: "Alles supi. Wir kommen wieder."

Royaler Dank der Könige Roland Gäntgen, Ralf Meurer und Carsten Seim an Adam, die Stephans & Co.: Dass wir das miterleben durften, hat uns neue Haxen-Horizonte geöffnet! Hier einige Bilder dieses denkwürdigen kulinarischen Abends mit dem Haxenclub von 2004. Urkundlich ist uns nun durch den Präsidenten und den Schriftführer bescheinigt, dass wir Haxen fachgerecht zerlegen und verzehren können. Mit diesem Zertifikat in der Tasche kann beim kommenden Sieglarer Oktoberfest nichts mehr schief gehen ... Danke Haxencub.

Akteure an diesem Abend waren:

Text und Fotos: Carsten Seim für die Könige vom Pompe Jupp e. V. 

Könige-Abbinder

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Könige vom Pompe Jupp e. V. Sieglar, der junge Karnevalsverein - unkonventionell | unkompliziert | unverwechselbar
Jeden Donnerstag Abend im Pompe Jupp, Marktplatz 1, 53844 Troisdorf-Sieglar