Troisdorfs Bürgermeister Jablonski im Könige-Interview

Wie der Karneval junge Fans gewinnen kann – und warum es sich lohnt, Prinz zu werden

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„Eimol Prinz zo sin – dass vergisst Du Dein ganzes Leben nicht!“

Könige-Online-Interview: Troisdorfs Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski über seine Passion für den rheinischen Karneval

Troisdorf-Sieglar. – In einem Online-Interview mit dem Sieglarer Karnevals-Portal www.koenige-sieglar.de hat Troisdorfs Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski den Karneval als „wichtiges Alleinstellungsmerkmal des Rheinlandes“ bezeichnet, „das wir noch stärker herausstellen sollten“. Jablonski, der selbst 2003 Karnevalsprinz in Friedrich-Wilhelms-Hütte war, ermutigte dazu, Ehrenämter im rheinischen Karneval zu übernehmen. "Eimol Prinz zo sin. Dass musst Du einfach einmal im Leben gemacht haben! Sons häste jet versäump! Das ist unvergleichlich schön. Das macht unheimlich viel Spaß. Wie froh die Menschen sind, wenn Du als Prinz mit Deinem Dreigestirn auftrittst – das ist ganz sicher mehr wert als die Belastungen die das Amt mit sich bringt.“ Jablonski selbst hatte in der Session rund 100 Termine absolviert.

Klaus-Werner Jablonski, Bürgermeister von Troisdorf, im Interview mit koenige-sieglar.de

Karneval bezeichnete der Bürgermeister in dem Online-Interview mit www.koenige-sieglar.de als seine „Familien-Angelegenheit“: „Als früherer Spicher bin ich mit den Bleimöps groß geworden. Mein Vater war in den 60-er Jahren Adjutant des Spicher Prinzen. In der Session 1987/88 war ich im Gefolge des Bleimöps-Prinzen Heinz I., im bürgerlichen Leben Heinz Freyaldenhoven. Kurz darauf bin ich meiner Frau nach Friedrich-Wilhelms-Hütte gefolgt. Seitdem engagiere ich mich dort“ – unter anderem bei der KG Halt Pool und den „Hubertusnymphen“.

Jablonskis 22-jähriger Sohn ist derzeit „Jungfrau“ im Hüttener Dreigestirn, das auch die Regentschaft in Troisdorf Innenstadt mit übernommen hat. Die Ehefrau des Bürgermeisters hat die Kostüme für das amtierende Dreigestirn entworfen sowie den Prinzentanz zur Melodie von Abbas „Mamma Mia“ einstudiert.

Jablonski rief die Vereine und Gesellschaften in den elf Troisdorfer Ortsteilen und Troisdorf Innenstadt auf, einen besonderen Fokus auf die Jugendarbeit und Angebote für junge Leute zu legen. Er verwies dabei auf erfolgreiche Beispiele bei den Junggesellenvereinen in Sieglar und in Friedrich-Wilhelms-Hütte. „Karneval muss über die Generationen weitergegeben werden. Er kann nur weiterleben, wenn sich junge Leute finden, die bereit sind, sich dafür ehrenamtlich zu engagieren.“

Bei den Bühnenkräften sollten die Vereine deshalb neben berühmten Publikumsmagneten auch jungen Talenten aus der Region mit einem eigenen jungen Bekanntenkreis Gelegenheit geben, „sich vor großem Publikum erproben zu können“.

Nach seinen eigenen Favoriten auf der närrischen Bühne befragt nannte Jablonski die Gruppe Brings mit ihrem Karnevals-Hit Halleluja und den Blötschkopp: „Er spielt mit dem Publikum und spult nicht einfach ein vorbereitetes Programm herunter.“

Die Zukunft des rheinischen Karnevals schätzt der Bürgermeister insgesamt positiv ein. „Die Grundstimmung dafür ist sicher gut. Die Menschen besinnen sich in der Globalisierung auf ihre Heimat und Nachbarschaft. In den Siebziger Jahren galt es noch als unschicklich, Platt zu sprechen. Heute ist der heimische Dialekt nicht nur im Karneval, sondern auch in allen anderen Ebenen der Gesellschaft hoffähig.“ Er selbst spreche zwar nicht perfekt Kölsch, „aber ich habe natürlich eine Einfärbung in der Sprache, die auf meine Heimat – das Rheinland – verweist. Und das finde ich gut so.“

In der kommenden Session will der Bürgermeister seine Amtskollegen aus Troisdorfs Partnerstädten einladen, in einem Karnevalswagen mit im Troisdorfer Zug zu fahren und Kamelle zu werfen. „Ich bin sicher, dass sie nach der Begeisterung, die sie bei diesem Zug erleben, als Botschafter des rheinischen Karnevals nach Hause fahren werden.“

Könige Sieglar: Die neuen Orden der Stadt TroisdorfAuf Initiative des Bürgermeisters hat die Stadt Troisdorf eine Serie von Karnevalsorden unter dem Motto 11+1 aufgelegt, die den Karneval in allen elf Ortsteilen Troisdorfs und der Innenstadt würdigt. Die Orden erscheinen in alphabetischer Reihenfolge der Ortsnamen.

Im vergangenen Jahr wurden die Altenrather Sandhasen geehrt. In diesem Jahr sind es die Bergheimer Frösche. Deren Karnevals-Engagement lobt Jablonski ausdrücklich. „Die Bergheimer machen zurzeit auch einen sehr guten Karneval – die KG Grün-Weiß Bergheim hat hier einen wichtigen Anteil. Diese Gesellschaft hat auch den Sprung geschafft hin zu den Jüngeren.“

Das komplette Online-Interview mit dem Troisdorfer Bürgermeister finden Sie auf www.koenige-sieglar.de/kwj.html sowie auf www.klaus-werner-jablonski.de.

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Klaus-Werner Jablonski, Bürgermeister von Troisdorf, im Interview mit koenige-sieglar.de Klaus-Werner Jablonski, Bürgermeister von Troisdorf, vor der Karnevals-Vitrine im Rathaus  

Bildtexte:

Troisdorfs Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski im Könige-Sieglar-Interview mi Orden der Könige vom Pompe Jupp e. V. Sieglar.

Liebevoll gestaltet: die beiden bisher erschienenen Karnevalsorden der Stadt Troisdorf unter dem Motto: 11+1.

Kommunale Brauchtumspflege: Im Rathaus Troisdorf hängt seit Jablonskis Amtsübernahme eine Vitrine mit Karnevalsorden.

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Könige vom Pompe Jupp e. V. Sieglar, der junge Karnevalsverein - unkonventionell | unkompliziert | unverwechselbar
Jeden Donnerstag Abend im Pompe Jupp, Marktplatz 1, 53844 Troisdorf-Sieglar