Ochsenball: Gelungene Vorpremiere für die neue Session

Traditionsveranstaltung des Hoofe volle Lööre war seit Monaten ausverkauft

Aktuell

Für die Stars im Rheinischen Karneval ist der Sieglarer Ochsenball eine Generalprobe für die kommende Session. Wenige Tage vor dem 11.11. testen sie Tanzdarbietungen, Gesangseinlagen und Gags vor einem fachkundigen jecken Publikum. Die Veranstalter, des Karnevalsclubs „Ne Hoofe volle Lööre“ rot-weiß von 1975 boten auch in diesem Jahr wieder bekannte Namen auf: Ne Bergische Jong und der Kölsche Schutzmann begeisterten mit frechen Vorträgen. Das Kölner Traditionskorps Jan von Werth sowie die Tanzakrobaten der Kölner Rheinveilchen wirbelten über die Bühne der Küz. Kölsche Lieder aus der Gegenwart (Räuber) und jecke Nostalgie (Wicky Junggeburth) ließen hunderte Gäste beseelt schunkeln.

Ochsenball Sieglar: Die Rheinveilchen und Ne Bergische Jong
Ochsenball Sieglar: Die Rheinveilchen und Ne Bergische Jong -
Fotos mit freundlicher Genehmigung des Hoofe volle Lööre

Mit Tschingderassa und viel Bum zog das Reiterkorps Jan von Werth in den Saal ein. Die prächtige Truppe in historischen Uniformen sowie eigener Musikkapelle präsentierte den Reitertanz mit gezogenen Degen und ausgiebigem Fahnengeschwenke. Marketenderin Kathrin Arnold und Tanzoffizier Christian Bergsch setzten mit ihren Hebefiguren scheinbar die Schwerkraft außer Gefecht.

Mehr über die Verbindung des Freiherrn Jan von Werth und Köln finden Sie hier.  Mit Standing Ovations wurden die Kölner Reiter „ohne Pääd“ verabschiedet.

Frech, fromm, fröhlich, frei folgte Willibert Pauels – besser bekannt als Ne Bergische Jong. Es wurde auch ein wenig karnevalspolitisch, als er sich auf jecke Art mit der aktuellen Integrations-Debatte befasste.

Pauels entwickelte die närrische Vision einer neuen Talentshow im Fernsehen: der "Super-Migrant – in der Jury unter anderem Sarah Wagenknecht, Sarah Connor und Sarra Zin". Tusch, Lachsalve im Saal.

Im „Nebenberuf“ ist Pauels Diakon, im Hauptberuf „DiaClown“, wie er auf seiner Webseite wissen lässt. Noch mehr über de Bergische Jong auf Domradio.de.

Mit „Einmal am Rhein“, dem Klassiker von Willi Ostermann, ließ Stimmungsssänger Wicky Junggeburth jecke Nostalgie aufkommen. Neben dem berühmten Ostermann-Lied präsentierte er sein neues Programm für die Session 2010/2011: Kölsche Karnevalsklassiker aus den 50er Jahren.

Zu Ovationen für den noch amtierenden Sieglarer Prinzen Uwe I. kam es, als "Eimol Prinz zo sin" erklang. Übrigens: Auch Wicky Junggeburth war einmal Prinz – 1993 in Köln. Mit eben diesem Lied: “... Eimol Prinz zo sin, en Kölle am Rhing, in nem Dreijestirn, voll Sunnesching! Davon hann ich schon als kleene Fetz gedräump. ...“ Auch Könige-Präsident Stephan Offermans war bei diesen Zeilen die Rührung deutlich anzusehen.

Ne Kölsche Schutzmann, Jupp Menth
, folgte und sorgte erneut für Lach-Salven. Wer nicht dabei sein konnte, sei auf „Best of Schutmann“ verwiesen. Hier findet sich eine Sammlung von Karnevals-Kalauern. Sie zeigen, dass der „Schutzmann“ ebenso wenig Blätter vor den Mund nimmt, wie der Bergische Jong. Kostprobe: „Mick Jagger, die singende Wäschespinne“ – das ist immerhin eine interessante Assoziation aus einem kölschen Kopf.

Un wenn dat Trömmelche jeht – die Räuber rockten den Saal der Sieglarer Küz. 

Tänzerisches Finale: Die Kölner Rheinveilchen. Sie überzeugten mit gewagten Figuren und akrobatischen Meisterleistungen. Perfekt! Die Truppe ist noch recht jung. Sie hat sich erst im Jahr 2000 aus der Tanzgruppe der KG Wupperveilchen gebildet. Mit viel Talent und Trainingsfleiß hat sie sich inzwischen aber einen festen Platz im Kölner Karneval erobert. In den Farben der KG Große Braunsfelder (Blau-Weiß) erlebten die Rheinveilchen 2004 ihre Premiere als Teilnehmer am Kölner Rosenmontagszug.

Mehr über die Kölner Rheinveilchen. Videoeindrücke vom glamourösen Gardetanz sowie ein Interview über die Truppe bietet dieser Beitrag des Kölner Musikladen TV. Fazit: Viel Talent und Fleiß – Training drei mal die Woche.

Durch das Programm führte Karl-Ludwig Kessel, stellvertretender Präsident des Hoofe volle Lööre und Geschäftsführer des Ortsrings Sieglar. Zum Tanz spielte die Kapelle Top Spin auf – die Letzten Schwoofer verließen nach 1 Uhr den Tanzboden.Peter Zündorf, Präsident des Hoofe volle Lööre

Hoofe-Präsident Peter Zündorf verwies in der Festschrift zum Sieglarer Ochsenball 2010 auf die Tatsache, dass sein Karnevalsclub in diesem Jahr 35 Jahre als geworden ist. Aus diesem Anlass hat der Verein seine Chronik ergänzt, damit, so Zündorf, „man die schönen Augenblicke und Momente möglichst lange feiert und in sich aufnimmt.“

„Dazu wird ganz sicher der diesjährige Ochsenball gehören“, erklärte Stephan Offermanns, Präsident der Könige vom Pompe Jupp e. V. Sieglar  Er war mit den Königen Roland Gäntgen, Alexander Pyzalski, Wolfgang Schmitz-Mertens, Rolf Schumacher, Carsten Seim, Norbert Uhlenbrock und Heinz Wäldl zum Ball des Hoofe volle Lööre gekommen und amüsierte sich prächtig: „Die Freude kannte wieder keine Grenzen. Vielen Dank an alle vom Hoofe volle Lööre, die das möglich gemacht haben!“

Unter den Ballgästen waren auch Ortsringvorsitzender Matthias Esch sowie Marco Esch, Präsident der 1. Großen Karnevalsgesellschaft.

PS.: Nicht nur der Verein feierte an diesem Abend ein schönes Jubiläum. König Rolf Schumacher wurde an diesem Abend 50. Sekt, Kölsch und ein Happy Birthday im Saal. Für ihn wird dieser Geburtstag ganz sicher in Erinnerung bleiben.

PPS: Die Jecke Lööre wurden an diesem Abend in neuer einheitlicher Dienstkleidung gesichtet: Sieglarer Wappen auf schwarzem Hemd, und dazu noch diese aufregend blinkenden Fastelovend-Sticker! Keine Frage: Annelie, Gabi & Co. sind Trendsetterinnen der neuen Sieglarer Karnevals-Couture. 

Fotos von den Rheinveilchen und dem Bergische Jong mit freundlicher Erlaubnis von Professor Dieter Burger, der die Öffentlichkeitsarbeit des Hoofe volle Lööre betreut.

Wichtiges Update vom 23.11.2010: Die Tontechnik wurde von music + event betreut. Thanks DJ Zimmermann.


Ballbericht: Carsten Seim für die Könige vom Pompe Jupp Sieglar e. V.

 

 

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Könige vom Pompe Jupp e. V. Sieglar, der junge Karnevalsverein - unkonventionell | unkompliziert | unverwechselbar
Jeden Donnerstag Abend im Pompe Jupp, Marktplatz 1, 53844 Troisdorf-Sieglar